Beiträge der AI zur EU-OSHA-Kampagne

Nationale Beiträge der Arbeitsinspektion zur EU-OSHA-Kampagne: „Gesunde Arbeitsplätze – entlasten Dich!“ Durch eine ganzheitliche und mehrdimensional angelegte Herangehensweise berät die Arbeitsinspektion Unternehmen um die verschiedenen MSE-Risikofaktoren zu identifizieren. Zudem setzen die Arbeitsinspektionen beim Thema MSE verstärkt auf die Beratung von Betrieben mit jugendlichen Beschäftigten.

  1. Beratungsoffensive Muskel-und Skeletterkrankungen: Für rund 60 % der Betroffenen stellen Muskel- und Skeletterkrankungen ihr größtes gesundheitliches Problem dar. Von Kreuzschmerzen, über das Karpaltunnelsyndrom, bis zum vibrationsbedingten vasospastischen Syndrom. Millionen von Arbeitnehmenden überall in Europa sind davon betroffen, die volkswirtschaftlichen Kosten gehen in die Milliardenhöhe. Durch eine ganzheitliche und mehrdimensional angelegte Herangehensweise berät die Arbeitsinspektion Unternehmen um die verschiedenen MSE-Risikofaktoren zu identifizieren und kann auch bei der Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zur Primärprävention von Muskel- und Skeletterkrankungen eine Hilfestellung leisten.
  2. Schwerpunkt Muskel- und Skeletterkrankungen Jugendliche und junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Je früher schonende Bewegungsabläufe erlernt und schädigende Belastungen vermieden werden, desto besser können langfristige Schäden umgangen werden. Auch deshalb setzen die Arbeitsinspektionen beim Thema MSE auf die Beratung von Betrieben mit jugendlichen Beschäftigten. Überall, wo mit Lasten hantiert wird, lohnt es sich genau hinzusehen, um Fehlbeanspruchungen frühzeitig zu vermeiden. Aber auch wer viel sitzt, sollte frühzeitig Maßnahmen ergreifen. Es liegt dabei auch im Interesse der Unternehmen, hier bestmöglich zu unterstützen. Einerseits, um das Wohlbefinden und die langfristige Leistungsfähigkeit der Angestellten zu fördern, andererseits um hohe Kosten durch Fehlzeiten, Produktivitätsminderung und erhöhte Fehlerquoten, z.B. bei MSE bedingten Schmerzen, zu vermeiden. Für die Durchführung der Kontrollen und für alle Interessierten wird von der Arbeitsinspektion eine Checkliste mit Parametern zur Verfügung gestellt, bei deren Überschreitung eine Intervention zu erfolgen hat.

 

Bundesministerium für Arbeit

Dr.in Andrea Kernmayer | Leitung Abteilung II/A/4 - Arbeitsmedizin, Arbeitspsychologie