Warum ist Ihnen als IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH das Thema Gesundheit im Betrieb wichtig?
Betriebliches Gesundheitsmanagement ist unser Kerngeschäft und hat damit auch bei uns im Betrieb zentralen Stellenwert. Aus unserer langjährigen Praxiserfahrung wissen wir, dass nachhaltige Unternehmensentwicklung dann möglich ist, wenn Mitarbeiter:innen gesund, leistungsfähig und zufrieden sind. Betriebliche Gesundheit ist daher kein ergänzendes Thema, sondern ein strategischer Eckpfeiler und fest in unserer Unternehmenspolitik sowie -kultur verankert.

Gab es einen konkreten Anlass für Sie, sich damit auseinanderzusetzen?
Bereits vor der strukturellen Verankerung im Jahr 2013 wurden in unserem Unternehmen regelmäßig Mitarbeiter:innen-Befragungen (2003, 2006, 2010) durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse führten zu zahlreichen Maßnahmen in der Organisationsentwicklung und haben den hohen Nutzen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses deutlich gemacht. Um diese Entwicklung noch systematischer und nachhaltiger zu gestalten, wurde 2013 eine eigene Gesundheitsinitiative ins Leben gerufen und eine Steuergruppe eingerichtet.
Wie und von wem wurden Sie dabei unterstützt?
Wir wurden bei der Umsetzung unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements auf mehreren Ebenen unterstützt. Intern tragen Geschäftsführung, Controlling, Personalabteilung, die Leitungen der Bereiche AMED, APSY, Ergonomie & Bewegung, Management-Systeme und Datenschutz sowie die Standortleitungen, Gesundheitsbeauftragten und der Zentralbetriebsrat maßgeblich dazu bei. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess wird organisatorisch durch das Projektteam und die interne Projektleitung gesteuert. Externe Unterstützung erhielten wir insbesondere durch den Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) im Rahmen des Projekts „IBG digital“, aber auch durch die Zusammenarbeit im Forschungs- und Entwicklungsprojekt „ActNow!“ zur Förderung aktiver Mobilität und Nachhaltigkeit.
Welche konkreten Maßnahmen haben Sie als Unternehmen gesetzt? Wie hat die Umsetzung genau ausgesehen? Wer ist/war im Betrieb an der Umsetzung beteiligt?
- Regelmäßige Mitarbeiter:innen-Befragungen (alle zwei Jahre) zu Arbeitsvermögen, psychischen Belastungen und BGM („ICH BLEIB GESUND“); darauf aufbauend Fokusgruppen mit Mitarbeiter:innen und Führungskräften.
- Standort- und bereichsspezifische Maßnahmen auf Verhaltens- und Verhältnisebene (Workshops, Anpassung von Strukturen und Abläufen, ergonomische Verbesserungen etc.).
- Gesundheits- und Vorsorgeangebote als fixer Bestandteil des Jahresprogramms.
- Erste-Hilfe-Kurse, Teambuilding-Maßnahmen, Seminare & Workshops für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte.
- Digitalisierungsschub durch „IBG digital“: Online-Teambuilding-Event standortübergreifend, monatliche Online-Vorträge, Online-Meetings als Ergänzung zu Präsenzformaten.
- Ausbildung von Gesundheitsbeauftragten an den IBG Standorten als direkte Ansprechpersonen vor Ort.
- Projekt „ActNow!“: Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Mobilität, Test eines Mobilitätstools, das gesundheitsförderliche Arbeitswege vorschlägt und den gesundheitlichen Nutzen quantifiziert.
- Verankerung im Mitarbeiter:innengespräch: Gesundheit ist ein fixer Besprechungspunkt im Leitfaden für Führungskräfte.

Konnten die Handlungsfelder ArbeitnehmerInnenschutz, Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Eingliederungsmanagement verknüpft werden? Wenn ja, wie?
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist bei IBG strukturell verankert, die relevanten Handlungsfelder sind eng miteinander verzahnt. Über die interdisziplinäre Steuergruppe werden Maßnahmen so geplant, dass sowohl die gesetzlichen Anforderungen des Arbeitnehmer:innenschutzes als auch gesundheitsförderliche Aspekte systematisch berücksichtigt werden. Dabei profitieren wir besonders davon, dass wir Arbeitsmediziner:innen, Sicherheitsfachkräfte, Arbeitspsycholog:innen und Ergonomie-Expert:innen im Haus haben.
Was waren Herausforderungen bzw. Erfolgsfaktoren im Hinblick auf eine nachhaltige Verankerung des Themas Gesundheit in Ihrem Unternehmen?
Im Rahmen der Umsetzung unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements stellten insbesondere die Einbindung verschiedener Standorte, Professionen und Altersgruppen mit jeweils spezifischen Bedürfnissen, die Ausgestaltung digitaler Arbeitspakete sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit als Herausforderungen dar. Zudem galt es, die durch Digitalisierung und Pandemie bedingten Veränderungen zu bewältigen, ohne den persönlichen Kontakt zu verlieren und die Qualität der Zusammenarbeit zu mindern.
Zu den zentralen Erfolgsfaktoren zählen die frühzeitige und klare strukturelle Verankerung über Steuergruppe und Projektteam mit definierten Stundenkontingenten, ein gelebter kontinuierlicher Verbesserungsprozess auf Basis regelmäßiger Befragungen, Meetings und systematischer Maßnahmenplanung sowie die hohe Beteiligung der Führungskräfte und die enge Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbeauftragten. Ergänzend wirken eine transparente Kommunikation, die aktive Einbindung der Mitarbeiter:innen, der gezielte Einsatz von Präsenz- und Online-Formaten sowie die Verknüpfung mit Nachhaltigkeit und Gemeinwohlökonomie, wodurch Gesundheit als strategisches Querschnittsthema im Unternehmen etabliert wird.
Welche positiven Veränderungen konnten durch die gesetzten Maßnahmen erreicht werden?
Unsere bisherigen Aktivitäten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement haben zu einer Reihe positiver Entwicklungen geführt. So verfügt IBG heute über ein stabiles, klar strukturiertes BGM, welches mittlerweile fest im Regelbetrieb verankert ist. Die aktive Beteiligung verschiedener Standorte und Unternehmensbereiche zeigt deutlich, dass das Thema Gesundheit im Unternehmen breit akzeptiert wird und einen hohen Stellenwert einnimmt.
Darüber hinaus sorgen klare Kommunikations- und Meetingstrukturen dafür, dass Bedürfnisse von Mitarbeiter:innen früh erkannt und passende Maßnahmen rasch umgesetzt werden können. Projekte wie „IBG digital“ haben einen wichtigen Digitalisierungsschub ausgelöst und die Umsetzung von Online-Vorträgen und hybriden Formaten nachhaltig gestärkt. Mit Initiativen wie „ActNow!“ wurde zudem das Bewusstsein für nachhaltige und gesundheitsförderliche Mobilität weiter geschärft.
Insgesamt zeigt sich: Gesundheit ist bei IBG kein Randthema, sondern sichtbar und spürbar im Arbeitsalltag verankert – von der medizinischen Betreuung über zahlreiche Gesundheitsangebote bis hin zum regelmäßigen Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter:innen.

Zertifizierungen
- ISO 45001 Sicherheits- und Gesundheitsmanagement
- ISO 9001 Qualitätsmanagement
- Im Bereich der IT-Sicherheit orientiert sich IBG an der ISO 27001, im Datenschutz an die gültige Gesetzeslage.
- AUVA Gütesiegel „Sicher und gesund arbeiten“
- Staatliches Gütesiegel „berufundfamile“
- Gemeinwohlbilanzierendes Unternehmen
- BGF-Gütesiegel des Österreichischen Netzwerks BGF 2023-2025